Infos für Pflegekräfte, Ärzte und Ärztinnen

Während Ihres Arbeitsalltags auf neonatologischen Intensivstationen (NICUs) erleben Sie täglich, welche Folgen durch die räumliche Trennung der Neugeborenen von Ihren Eltern entstehen können. Auf einigen wenigen deutschen NICUs werden Webcams eingesetzt, um die Distanz zu überbrücken. Wichtig ist, dass die Kameras die Besuche der Eltern nicht ersetzen sollen. Viele Eltern berichten von positiven Effekten: So können die Kameras dazu beitragen, familiären Stress zu reduzieren. Darüber hinaus nutzen einige Mütter das Videostreaming-System beim  Abpumpen zu Hause, um den Milchfluss anzuregen. Dem gegenüber stehen Erfahrungsberichte von Eltern, die durch die Möglichkeit ihr Kind jederzeit zu betrachten, nicht abschalten konnten. Spannend bleibt aktuell die Frage, inwiefern diese Erfahrungen zu verallgemeinern sind.


Da die Wirkung von Webcams auf NICUs bisher weder international noch national ausreichend strukturiert untersucht worden ist, zielt die Studie darauf ab, den Einsatz von Webcams auf deutschen NICUs wissenschaftlich unabhängig zu untersuchen. Anhand der Ergebnisse können Empfehlungen abgeleitet werden, ob die Kameras für die Regelversorgung auf deutschen NICUs geeignet sind. Dabei ist sowohl Ihre Perspektive als auch die Sicht der Eltern auf der NICU zu untersuchen – wir freuen uns über eine rege Teilnahme!


Ihre Rolle im Projekt
Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Träger der Patientenversorgung; daher sind Sie entscheidend am Erfolg des Projekts beteiligt. Da Sie auf der Station mit den Kameras in Berührung kommen, möchten wir untersuchen, inwiefern der Kameraeinsatz Ihre Arbeits- und Kommunikationsabläufe beeinflusst. Hierzu werden sowohl das Verhältnis Ihrer pflegerischen Tätigkeiten und kamerabezogener Pflege vor Ort als auch Ihre persönlichen Perspektiven erhoben.


Das Kamerasystem
Sie haben jederzeit die volle Kontrolle über die Kameras. Jede einzelne Kamera kann jederzeit ausgeschaltet werden. Die Kameras sind an beweglichen Armen montiert und können somit (auch im Notfall) unproblematisch vom Inkubator weg bewegt werden.

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Bei Fragen können Sie sich jederzeit an unser Projektteam wenden.